Notwehr / Nothilfe

 

  Unser Training basiert auf der Grundlage des Notwehrrechts.  
  Hierzu sind insbesondere 2 Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch (StGB) hervorzuheben  
     
  § 32 StGB: Notwehr  
     
  (1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig  
  (2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff von  
  sich oder einem anderen abzuwenden.  
     
Erklärung:
     
  ...erforderlich... ist diejenige Verteidigung, die eine sofortige Beendigung des Angriffs erwarten lässt. Bei mehreren Möglichkeiten muss man den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und das mildeste Mittel einsetzen  
     
  ...gegenwärtig... bedeutet, dass Notwehr nur möglich ist, solange der Angreifer aktiv ist. Wer erst Hilfe holt oder sich Mut antrinkt, bevor er zurückschlägt, begeht selbst eine Straftat  
     
  ...rechtswidrig... bedeutet, dass der Angreifer eine Straftat begehen  
     
  ...von sich und anderen... bedeutet, dass man auch anderen Personen, die sich in Notwehr verteidigen, helfen darf, in der Regel sogar helfen muß (s. § 323 StGB: Unterlassene Hilfeleistung)  
     
     
  Missbrauch des Notwehrrechts:  
  Wenn ein Gehbehinderter mit seinem Stock zuschlägt, genügen in aller Regel ein paar große Schritte. Wer hier den Gehbehinderten verprügelt, macht sich selbst strafbar. Bei Kindern oder schuldlos handelnden (Kranke, Betrunkene) darf man sich nur unter größtmöglicher Schonung des Angreifers wehren, hier gibt es juristisch keine Entschuldigung für unnötige Gegenwehr.